Wein Jahrgang 1966

Der Wein ist kein Nahrungsmittel, er ist es auch, aber er ist in erster Linie ein Gefährte, mit dem man lebt, mit dem man sich tröstet, mit dem man Freunde hat. Er ist eine Persönlichkeit.

- Luigi Veronelli -

 

 

Das Weinjahr 1966 ist sicherlich nicht als das Top-Weinjahr schlechthin in die Weingeschichte eingegangen. Der Jahrgang 1966 überragte das Jahr 1965 allerdings bei weiten, galt aber im Ganzen gesehen wiederum nicht als so beeindruckend wie der Jahrgang 1967. Über ein Weinjahr im Allgemeinen zu sprechen, ist ohnedies eine recht schwierige Angelegenheit, die jeweilige Region machte es schlussendlich aus. Wie war das Wetter, der klimatische Einfluss in diesem Jahr, Regen oder Trockenheit, die frühe oder späte Ernte, die Reifung der Trauben. Faktoren die zur Trinkbar- und Haltbarkeit der Weine des jeweiligen Jahrgangs den wohl größten Faktor ausmachen.

Die von JAGARO angebotenen Weine gehören zu den ganz besonderen Wein-Raritäten des Jahrgangs 1966. Es handelt sich um besonders faszinierende und gut erhaltene Weine, meistens Rotweine des Jahrgangs 1966, manchmal aber auch Weißweine, aus einer Vielzahl von verschiedenen Wein-Regionen Deutschlands, Italiens, Frankreichs und Spanien. Auf jeder Flasche unserer angebotenen Jahrgangs-Weine 1966 finden Sie die originale Jahreszahl des Jahrgangs 1966. Sie erhalten zu jeder Flasche ein Zertifikat und eine kleine Erläuterung zur Region und des jeweiligen Weinguts.

Das Weinjahr 1966 gilt im Bordeaux als gutes bis sehr gutes Jahr. Ausgezeichnete Wachstumsbedingungen, mit einem doch kühlen aber trockenen Sommer sorgte in der Wachstumsperiode der Trauben zunächst für etwas Probleme, der allerdings optimale und einzigartige September brachte noch die erhofften Sonnenstunden und ließ die Trauben wunderschön reifen. Das Ergebnis waren sehr langlebige und auch tanninstarke Bordeaux Weine 1966.

Roter Bordeaux, Medoc und Graves sollten eine Minimumreifezeit von 5 Jahre in der Flasche haben, ein guter Medoc meist mindestens 10 Jahre, große Weine halten sich 60 Jahre und länger. So gelten die Jahrgangs-Weine 1966 aus dem Medoc als ausgezeichnet und sehr voll, im St. Emilion ebenfalls als ausgezeichnet, voll und rund. Die Pomerol Weine reifen gewöhnlich schneller als die Medoc Weine, doch verbessern sich gute Jahrgänge bei zwanzigjähriger oder noch längerer Flaschenlagerung. So gelten für den Jahrgang 1966 in Frankreich folgende Werte, die allerdings erfahrungsgemäß bei vielen Tastings auch immer wieder zu anderen Ergebnissen geführt haben: Medoc und roter Graves 1966 ausgezeichnet und voll, Pomerol und St. Emilion 1966 ausgezeichnet, sehr rund und voll. Die Weine des Jahrgangs 1966 der Cote de Beaune gelten als ausgezeichnet, einige wirklich ganz große Weine. Der Cote d´Or Jahrgang 1966 erbrachte ausgezeichnete, runde und sehr kräftige Weine. Die Weine des Beaujolais Jahrgang 1966 waren sehr gut. Die Sauternes Weine 1966 waren zwar teilweise gut, aber recht leichte Weine. Weißer Graves 1966 war gut und die Loire Weine 1966 eher mäßig. Auch die Region Touraine 1966 erbrachte eher durchschnittliche und leichte, rote Weine. Die Nord Rhone, einschließlich Hermitage 1966 waren wirklich sehr gut. Die roten Bourgogne Weine wurden mit 18 von 20 Punkten, also als überdurchschnittlich gut eingestuft. Die Süd-Rhone Weine, einschließlich dem Chateauneuf-du-Pape, waren eher ziemlich leicht. Die Elsaß-Weine des Jahres 1966 galten nur als guter Durchschnitt. Ebenso die Champagne 1966, hier waren die Ergebnisse gut, aber nicht außergewöhnlich.

Als absolut erwähnenswert und überaus hochklassik gelten die grandiosen Vin Doux Naturel Weine, die gespriteten, alkoholverstärkten Weine aus dem Roussillon Gebiet. Der Rivesaltes Chateau Prieuré du Monastir del Camp aus dem Jahrgang 1966 wurde bei einer Verkostung von den berühmten Weinkritikern Neal Martin vom Wine Advokat (Robert Parker) im März 2013 mit ganz tollen 87 von 100 Punkten bewertet, sowie ebenfalls vom Weinkritiker Jancis Robinson mit sensationellen 18 von 20 Punkten bewertet und verdienen so die allerhöchste Aufmerksamkeit. Diese fassgelagerten Weine wurden zwar erst im 2013er Jahr in die Flasche abgefüllt, daher sind die Flaschen nicht von Patina bedeckt, was vielleicht den einen oder anderen stören kann, sind dafür aber mit einer fast 100% Trinkgarantie ausgestattet. Vor allem sind so wohl noch, vor allem wegen des hohen Alkoholgehalts und der natürlichen Restsüße, noch gut und gerne die nächsten 30 Jahre haltbar. Top-Empfehlung!

Auch in Deutschland konnte man von einen sehr schönen und guten Weinjahr sprechen. So wurden die Weine der Mosel Saar Ruwer, insbesondere der Riesling Weine mit 8-9 von 10 Punkten bewertet. Die Weine haben ein höheres Mostgewicht, jedoch einen recht geringen Säurewert. Die Mittelmosel Weine des Jahrgangs 1966 wurden als sehr gut bis leicht eingestuft. Ebenso die 1966er Pfalzweine als sehr gut. Die Nahe Weine Jahrgang 1966 wiederum als ausgezeichnet, die Rhein-Weine 1966 auch als ausgezeichnet, sehr fruchtig und auch ausgeglichen. Die Rheinhessen Weine 1966 gelten aus ausgezeichnet.

Der Portwein 1966 wurde von 17 Firmen zum Jahrgangs-Wein erklärt, voll und fruchtig, trinkfertig ab dem Jahr 1980. So ist die lange Flaschenlagerung ein wesentlicher Bestandteil der Bereitung von Jahrgangs-Portwein. Jede Firma entscheidet jährlich, ob sich ein Wein zur Frühabfüllung eignet und ob er es auch verdient als Jahrgangs-Portwein deklariert zu werden. Tolle Weine mit sehr viel Charme und großen Charakter.

Die Weine der neuen Welt Kaliforniens waren von einem verhältnismäßigen kühlen Jahr geprägt, trotzdem erbrachte es ein überdurchschnittliches Ertragsergebnis. Die Weine des Jahrgangs 1966 waren zwar im wesentlichen recht dünn, aber doch hocharomatisch.

Das Piemont, mit den wohl berühmtesten und langlebigsten Weinen Italiens, dem Barolo und Barbaresco, gilt zwar im Weinjahrgang 1966 nicht unbedingt als Bestjahrgang, war aber nach dem Weinergebnis des Vorjahres durchaus als sehr gut einzustufen und brachte vor allem bei den renommierten Weingütern doch ein recht sehenswertes Ergebnis. So haben wir bereits mit dem Barolo Marchese Villadoria 1966 oder dem Barolo G.L. Viarengo & Figli Castello d-Annone einen sehr guten Gesamteindruck und ein sehr schönes Trinkergebnis bei Verkostungen gehabt.

Ebenso einen sehr schönen Gesamteindruck haben wir mit den 1966er Chianti Weinen gewonnen. Noch immer recht fruchtig, leicht tanninhaltig, eine schöne rote Farbe, wenig Sediment und ein „into neck“ bis „high fill“ Füllstand, da sind doch einige 1966er dabei, die wir wohl die nächste Zeit bei der einen oder anderen Gelegenheiten selber öffnen werden.

 

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