Von Januar bis Dezember: Das Jahr des Weines

Für den Winzer gibt es jeden Tag des Jahres etwas zu tun. Natürlich unterscheiden sich Techniken und Zeitplan von Winzer zu Winzer. Im Folgenden zeigen wir Ihnen kurz und mit den wichtigsten Punkten den "klassischen" Jahresablauf einen Weinwinzers.

Früher im Januar, heute fast überall schon im Dezember des vergangenen Jahres werden die Reben geschnitten. Außerdem kann älterer Wein abgefüllt werden, wenn das Wetter gut und trocken ist.
Im Februar werden Edeltriebe auf Wurzelreben aufgepfropft und in eine Sandkiste gesetzt. Junger Wein wird auf saubere Fässer abgestochen, um ihn vom Trub zu trennen.

Bis Mitte März gibt es eine Ruhezeit der Reben. Dann beginnt der Saft an zu steigen. Es folgt ein erstes tiefes Umpflügen und der erste Abstich. Die Fässer müssen ständig abgefüllt werden.

Im April wird die Bodenbearbeitung abgeschlossen. Der Weinberg kann aufgeräumt werden. Der Wein muss weiter abgefüllt werden.

Im Mai wird es dann gefährlich, denn hier herrscht größte Frostgefahr. Teilweise müssen die Weinberge gewärmt werden. Es folgt die zweite Bodenbearbeitung zur Unkrautvernichtung.
Kurz vor der Rebenblüte fängt man mit dem zweiten Abstich an.

Im Juni mit ansteigenden Temperaturen kommt es zur Rebenblüte. Je wärmer und ruhiger das Wetter, desto besser für den Winzer. Der zweite Abstich des jungen Weins muss abgeschlossen werden. Einen Monat später müssen die Reben regelmäßig mit Bordelaiser Brühe besprüht werden. Erneut bearbeitet der Winzer den Boden zur Unkrautvernichtung. Lange Triebe werden geschnitten.

Im August sollten die Weinberge möglichst unkrautfrei gehalten, die Reben ausgeputzt und Bottiche und Fässer gereinigt werden.

Im September kommt es dann endlich zur Weinlese. Davor sollte der Gärkeller gründlich gereinigt werden. Die Lese dauert etwa zwei Wochen. Anschließend wird der Weinberg gedüngt und für Neuanpflanzungen tief umgepflügt. In der Zwischenzeit gärt der Neuwein.

Im November werden lange Rebtriebe abgeschnitten, die Düngung abgeschlossen und der Weinberg umgepflügt. Fälliger Wein wird abgefüllt.

Im Dezember angekommen beginnt etwa Mitte des Monats wieder der Rebschnitt und die Fässer werden weiter abgefüllt.

So kann das Jahr eines Winzers in etwa aussehen. Es gibt immer genug Arbeit für einen Erzeuger. Doch spielt das Wetter mit, lohnt sich die Arbeit und es werden tolle lagerfähige Weine abgefüllt.
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